B-01 Frühkindliche Bildung

Status:
Annahme

Die SPD wird aufgefordert sich dafür einzusetzen, dass die frühkindliche Bildung bezahlbar und qualitätsvoll ist. Dabei müssen die Kommunen, Gemeinden und Landkreise von Bund und Land verstärkt finanziell unterstützt werden bei ihrem Bemühen.

In den letzten Jahren hat die rot-grüne Landesregierung erhebliche finanzielle Mittel für die Verbesserung der Qualität der frühkindlichen Bildung aufgewendet, nicht zuletzt durch die dritte Kraft in den Krippen. Dieser Prozess muss fortgesetzt werden.

Das bestehende Kindertagesstätten-Gesetz in Niedersachsen ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den gesellschaftlichen, bildungs- und sozialpolitischen Erfordernissen. Auch die berufsfachlichen Anforderungen sind enorm gestiegen.

Ziele einer Neufassung des Gesetzes müssen dabei u.a. sein:

  • Schaffung von ausreichend Ausbildungsplätzen, um die notwendigen pädagogischen Fachkräfte einstellen zu können
  • Entlastung der Kita-Leitungen bei den Verwaltungsaufgaben
  • Gezielte Sprachförderung vor allem, aber nicht nur für Kinder mit Migrationsgeschichte schon in den Kitas
  • Ein verbesserter Personalschlüssel für Kindergartengruppen der drei- bis sechs-Jährigen
Begründung:

Die stufenweise Befreiung der Eltern von den Kita-Beiträgen für alle drei Jahre wird ausdrücklich begrüßt, weil sie ein weiterer wichtiger Schritt zu einer beitragsfreien Bildung ist.

Für Eltern und vor allem Alleinerziehende ist ein flexibles und bedarfsgerechtes Angebot vor Ort zu schaffen, kostenfrei und mit hoher Strukturqualität.

Frühkindliche Förderung und eine verlässliche und qualitätsvolle Betreuung von Kindern zwischen dem ersten und sechsten Lebensjahr ist entscheidend für die weitere Entwicklung eines Kindes. Ein Kita-Besuch stärkt die Bildungschancen jedes einzelnen Kindes und muss im Sinne der Chancengleichheit allen Kindern unabhängig vom Geldbeutel der Eltern ermöglicht werden.

Eines der Ziele für die nächste SPD-geführte Landesregierung muss die stufenweise Befreiung der Eltern von den Kita-Beiträgen sein. Mit dieser sozialdemokratischen Politik sind wir auf einem richtigen Weg, uneingeschränkte Chancengleichheit bei der Förderung und Entwicklung unserer Kinder herzustellen. Die dritte Kraft in den Krippen, die vom Land finanziert wird, bringt dabei genauso Rückenwind für die Aktivitäten vor Ort, wie der personelle Ausbau der Ganztagsschulen und die finanzielle und die inhaltliche Hilfe bei der Umsetzung der Inklusion und dem Krippenausbau.

Empfehlung der Antragskommission:
Annahme in der Fassung der AK
Version der Antragskommission:

Frühkindliche Bildung

Die SPD wird aufgefordert sich dafür einzusetzen, dass die frühkindliche Bildung bezahlbar und qualitätsvoll ist. Dabei müssen die Kommunen, Gemeinden und Landkreise von Bund und Land verstärkt finanziell unterstützt werden bei ihrem Bemühen.

Ziele müssen dabei sein:

  • Schaffung von mehr schulischen und praktischen Ausbildungskapazitäten, wobei eine Ausbildungsvergütung gezahlt werden soll, um die notwendigen pädagogischen Fachkräfte einstellen zu können
  • Entlastung der Kita-Leitungen bei den Verwaltungsaufgaben
  • Gezielte Sprachförderung
  • Ein verbesserter Personalschlüssel
  • Verbindliche Fortbildungsprogramme für alle in Einrichtungen vorschulischer Bildung Beschäftigten
Beschluss: Annahme in geänderter Fassung
Text des Beschlusses:

Die SPD wird aufgefordert sich dafür einzusetzen, dass die frühkindliche Bildung bezahlbar und qualitätsvoll ist. Dabei müssen die Kommunen, Gemeinden und Landkreise von Bund und Land verstärkt finanziell unterstützt werden bei ihrem Bemühen.

Ziele müssen dabei sein:

  • Schaffung von mehr schulischen und praktischen Ausbildungskapazitäten, wobei eine Ausbildungsvergütung gezahlt werden soll, um die notwendigen pädagogischen Fachkräfte einstellen zu können
  • Entlastung der Kita-Leitungen bei den Verwaltungsaufgaben
  • Gezielte Sprachförderung
  • Ein verbesserter Personalschlüssel in allen Bereichen der frühkindlichen Bildung
  • Verbindliche Fortbildungsprogramme für alle in Einrichtungen vorschulischer Bildung Beschäftigten
Beschluss-PDF: